Fantasy fesselt
Ich lese hauptsächlich historische Romane oder Science Fiction (der älteren Generation, wie Asimov oder Lem) bzw. Sachbücher zu den Themen IT und Prozess/Projektmanagement. Für Fantasy interessiere ich mich im gewissen Maße auch - leider gibt es besonders in den letzten Jahren ziemlich viel Mist. Mit dafür verantwortlich ist natürlich der Hype um den Herr der Ringe von Tolkien. Wo wir auch bei einem meiner Lieblingsthemen angekommen sind: ich habe natürlich nicht nur den Ring-Epos gelesen, sondern auch die dazugehörigen Werke. Hierbei hat mich insbesonders die Fähigkeit Tolkiens fasziniert, eine komplett eigene Welt zu schaffen. Oder - wenn man die verschiedenen Zeitalter betrachtet - sogar mehrere. Hintergründe, wie das Leben der Valar, die im Sillmarillion beschrieben sind; aber auch fiktive Lieder und Bücher bilden das Umfeld und die Vergangenheit von Mittelerde, so wie sie die Hobbits im Ringkrieg erlebten.
Dieses Werk beeinflußte viele Schreiber - so auch Stephen King, der mir als Fantasy Autor gar nicht bekannt war. Laut Wikipedia bezeichnet er jedoch das Fantasy Epos “Der Dunkle Turm” selbst als sein wichtigstes Werk. Ich bin jetzt am Ende des fünften Buches (von sieben) angelangt und muß sagen: diesmal fasziniert mich nicht die “Welt” die King erschaffen hat. Diesmal sind es die vielen Verbindungen zu unserer Welt. Allein das Einflechten der Lieder (”Hey Jude”, “Paint it black”, “Someone saved my life tonight”) in die Geschichte ist großartig. Richtig spannend sind natürlich die Reisen von Ronald in die Körper von Eddie und (O)Detta - oder das “Flitzen” des “Ka-Tets” viel, viel später. Und wenn man dann noch die Verwebungen zu unseren “eigenen” Sagen und Märchen bedenkt… Der runde Tisch von König Artus oder das Schloß des Zauberers von Oz… da läuft es einem öfter mal kalt den Rücken runter und wieder rauf…
So, endlich fertig mit dem Schreiben, es geht wieder ans Lesen…!