Archiv für die Kategorie ‘technik’

Musik für alle

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Ich würde mich jetzt nicht als leidenschaftlicher (aber regelmäßiger) S-Bahn-Fahrer bezeichnen - bei meinem Interesse für Musik ist das schon anders - und die Kombination von beidem kann echt grauenhaft sein!!
Seit fast 2 Jahren besitze ich einen MP3-Player, den Muvo² von Creative. Zu diesem Zeitpunkt eines der wenigen Geräte mit einem Speicherplatz von deutlich über 2GB (neben dem iPod) und das einzig gute mit selbst wechselbarem Akku. Der Akku tut bis heute seinen Dienst und somit ist der MP3-Player bei mir schon lange wichtiger Begleiter auf Bahnfahrten aller Art. Während man vor 2 Jahren noch argwöhnisch beäugt wurde, sind heute Menschen mit Knopf im Ohr die Mehrheit in der S-Bahn. Für die Hörschädigung wird dann auch gleich gesorgt: die Lautstärkeregler bis zum Anschlag aufgedreht, der Bass hämmert durch die ganze Bahn, die Massen sind begeistert…
Ich versuche natürlich immer wieder testweise meine Kopfhörer abzunehmen um festzustellen daß ich meine eigene Musik gar nicht hören kann, wenn ich keine Knöpfe im Ohr hab um ganz in den Genuss der Musik meiner Mitmenschen zu kommen.

Heute allerdings ist der MP3-Player schon von gestern: das Handy übernimmt selbstverständlich diesen Dienst*. Und ganz praktisch: weil das Taschentelefon ja sowieso einen Lautsprecher hat braucht man auch gar keine lästigen Kopfhörer mehr. So düdelt in der Bahn auf der einen Seite Heino, direkt daneben erfreut Bon Jovi die Zuhörer während im Mittelteil ein ganzes Streichorchester Platz hat.
Nein, ganz so schlimm ist es noch nicht: insbesondere pubertierende Jungs und Mädels nutzen die Musik dazu Anderen auf die Nerven zu gehen. Ein freundlicher Hinweis, daß die Beschallung nicht von jedem erwünscht ist, wird im Allgemeinen mit frechen Worten bedacht und mit Sicherheit nicht befolgt. Früher hätte sich das keiner erlaubt - und wenn wäre nach ein paar Ohrfeigen Ruhe gewesen… Aber heute wird man dann ja sofort vor den Kadi gezerrt. Wobei es ja noch die GEMA gibt…

*Bei mir hat diesen Platz übrigens das Notebook eingenommen - Artikel wie diesen schreib ich natürlich in der S-Bahn, bei guter Musik - mit Kopfhöreren und zwar so daß es “leider” niemand anderes hören kann.

Produktaktivierung

Freitag, 15. Dezember 2006

Diesmal war auch ich endlich an der Reihe - um meine MS Access Version auf dem PC zum Laufen zu bekommen musste ich sie natürlich aktivieren… daß sie früher mal auf anderen Rechnern aktiv war und außerdem noch auf meinem Notebook läuft war ja klar. Per Internet oder Telefon zu aktivieren ging auch nicht mehr -> Servicemitarbeiter und dann endlose Zahlencodes… Wer erfindet eigentlich so ein benutzerfreundliches System bei dem man erst 54 Ziffern auf die Telefontastatur fummeln muß und danach 42 Ziffern in einer Geschwindigkeit vorgebetet werden die Michael Schumacher in Neid erblassen lassen würde?
Benutzerfreundlichkeit ist hier wohl daß alles in 6er Gruppen unterteilt ist und man danach jeweils eine Taste drücken muß um schnellstens das Gerät wieder ans Ohr zu bekommen weil man sonst die ersten 5 Nummern der nächsten Kolonne nicht versteht…

P.S.: Ich will mal den Mensch sehen der sich ein Auto kauft und die Kiste dann plötzlich morgens nicht anspringt mit dem Hinweis “Sie haben mich noch nicht aktiviert” - “wtf, ich bin schon mit dir gefahren du blöde Karre…”

Wir leben digital – auch beim Einkaufen

Freitag, 29. September 2006

Das man einen Umtausch an der Kasse erledigen lässt, ist ja in den meisten Geschäften üblich und auch ok so. Wenns dann wieder etwas länger dauert – und gleich zwei Verkäuferinnen das Ganze abarbeiten müssen… das kann durchaus passieren.
Daß sich dann eine Schlange bildet ist ganz normal, daß man dann versucht eine weitere Kasse zu öffnen scheinbar nicht.

Wenn die ersten Kunden in der Schlange schon fragen ob man wo anders im Haus auch bezahlen kann, sollte es spätestens soweit sein – denn eigentlich ist es damit schon zu spät, die Info sollte von selbst kommen.

Wenn es dann immer noch nicht „Klick“ gemacht hat, kann ja irgendwas nicht stimmen – nach 20 Minuten geht’s dann endlich, der Umtausch ist abgearbeitet und die Schlange wird immer noch größer. Irgendwann wird dann zumindest die Bitte um eine weitere Kasse von der Verkäuferin geäußert.*

Und woran liegt das? Jeder Verkäufer, jede Verkäuferin hat einen eigenen Login an der Kasse und damit ist genau dokumentiert wer „wie viel verkauft“ – Dank dem digitalen Zeitalter geht halt alles schneller…

*(Leider passiert trotzdem erstmal nichts bzw. es dauert einfach zu lange)

Digitales Kopieren

Donnerstag, 27. Juli 2006

Ein interessanter Film über die Geschichte des Digitalen Kopierens und warum die Industrie den Kampf gegen “Raubkopierer”* schon verloren hat, bevor sie ihn überhaupt begann.

Deutsch
Deutsch mit englischem Untertitel

*Der Ausdruck “Raubkopierer” ist juristisch nicht korrekt und ich verabscheue ihn zutiefst!

Google 2015?

Mittwoch, 05. Juli 2006

Film…

Arbeiten bis 70?

Samstag, 24. Juni 2006

Für viele wäre das eine grauenhafte Vorstellung - andere hingegen wünschen sich das gerade zu. Karlsruhe ist hier scheinbar Vorreiter zumindest für Professoren an Universität und Fachhochschule. Die lokale Zeitung BNN berichtete vor einigen Tagen über Professor Dieter Fenske, einen 64-jährigen Chemiedozenten der Universität Karlsruhe (siehe Scan). Er würde gern noch lange weiterarbeiten: “Künstler hören auch nicht auf nur weil sie 65 geworden sind”. Mit der in Europa vorherrschenden Einstellung, daß “alte” Leute zu teuer und nicht mehr zu gebrauchen sind, wird viel Wissen und Lebenserfahrung vergeudet - in China ist man sich dessen bewusst und versucht alternde Professoren und Wissenschaftler abzuwerben.
Bei uns gäbe eine ähnliche Situation an der Fachhochschule: Dr. Rainer Roos will noch weitermachen und wir wollen ihn noch länger behalten! Mathematik, Kryptologie und Menschlichkeit - so gut vermittelt das niemand. Einer der alten Garde, eine Bereicherung für’s Studium!

Liebe im All

Dienstag, 30. Mai 2006

Oder: Wie telefoniere ich?

Um den Kreis zu schließen, gibt es hier noch meine “Erinnerung”. Die beschriebene Situation - sowohl die wirkliche als auch die im Anime - hat mich an die Kurzgeschichte “The wilderness” (1953) von Ray Bradbury erinnert.
Hier eine kurze Zusammenfassung:
2 Frauen verleben den letzten Abend auf der Erde (im Jahre 2003!), bevor sie zum Mars aufbrechen. Dort wird die eine, Janice, ihren Freund wiedertreffen um mit ihm gemeinsam zu leben. Diese Entscheidung kann sie ihm innerhalb von bloß einer Minute, die ihr zum telefonieren gewährt wird, darlegen. Die Antwort verschwindet in den endlosen Weiten des Alls, bis auf das Bruchstück “…liebe…”

Gedanken

Donnerstag, 27. April 2006

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?

1999 gab es in dem Spiel Alpha Centauri eine Technologie mit dem Namen “Gedankenkontrolle”. Damals konnte ich mir darunter noch nicht allzu viel vorstellen.

Die Gedanken sind frei, er kann sie verraten!

Heute ist die Änderung dieses alten Liedes vielleicht aktueller denn je. Die Zeit, daß man während TV, Radio und Internet beeinflußt wird - und zwar unbewusst und ohne sich wehren zu können - ist noch nicht gekommen, aber der erste Schritt zu dieser Technologie ist getan.